Braunschweig. Als Tag der Opfer von Gewalt hat Landesbischof Dr. Friedrich Weber den Karfreitag bezeichnet. Angesichts des Krieges im Irak und des Sterbens von Kindern, Alten und Kranken sei dies eine zeitgemäße Übersetzung des traditionellen christlichen Begriffes, sagte er in seiner Karfreitagspredigt am 18. April im Braunschweiger Dom.
Weber betonte, dass Menschen auch Opfer ihrer eigenen Gewalt werden können. So sei der Karfreitag auch ein Tag derer, "die zwar Opfer erzeugen, die schlagen und morden, die zugleich aber auch Opfer sind, weil sich ihr Gesicht und Geist verdüstert haben". Sie seien nicht mehr die Menschen, die Gott gewollt habe.
Aus der Gewalt gebe es indessen nur einen Weg: den Glauben an Jesus Christus: "Durch sein freiwilliges Opfer durchbricht er diesen entsetzlichen Teufelskreis, der den Namen Beit Jala, Ramallah oder Bagdad trägt", so der Landesbischof. Unsere heutigen Karfreitagserfahrungen seien hineingebunden in Jesu Karfreitag. Durch sein Leiden und Sterben ebne er uns den Weg zurück zu Gott. mic
Die Predigt im Wortlaut
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18.04.2003
Kategorie: Pressestelle



