Goslar/Braunschweig. Landesbischof Weber hat zu Ostern an die lebensverändernde Hoffnung des christlichen Glaubens erinnert. Gott sei barmherzig, stoße die Gewaltigen vom Thron, mache die Hungrigen satt und hebe die auf, die am Boden liegen, sagte er am Ostersonntag, 8. April, in der Marktkirche in Goslar. Diese Hoffnung lasse auch heute Menschen aufstehen, "weil sie an das Unglaubliche glauben und damit Veränderungen möglich werden lassen".
Darin begründet sei auch das Phänomen des "österlichen Lachens", so der Landesbischof. Es sei ein Lachen über den Tod, weil dieser durch die Auferstehung Jesu nicht mehr das letzte Wort habe. Zwar seien wir noch gefangen in den Todesbildern und schrecklichen Ereignissen unserer Zeit, wie zum Beispiel dem Mord an dem Mädchen Lena in Emden. Gleichzeitig schaffe sich aber die christliche Befreiung vom Tod bereits in dieser Welt ihre Bahn. "Wir sind wie die Träumenden und können gar nicht anders, als das, was uns bewegt, begeistert hinausrufen, als Lob Gottes und seiner Tat des Lebens."
Vor diesem Hintergrund, so Weber, wünsche er sich, dass in der Kirche mehr gelacht werde. Allerdings dürfe es kein hämisches Lachen sein über die, die verloren haben, und auch kein resigniertes Lachen, weil einem sonst nichts mehr übrig bleibe. Das Osterlachen sei ein Lachen des Lebens, so wie es der Evangelist Lukas verheiße: "Die jetzt weinen, sollen lachen." (Lukas 6,21)
Der Ostergottesdienst in der Marktkirche diente auch zur Einweihung einer neuen Orgel. Das alte Instrument aus dem Jahr 1970 war demontiert, gereinigt und umfangreich erweitert wieder aufgebaut worden. Die Arbeiten dauerten fast ein Jahr. Schirmherren des Projekts waren der aus Goslar stammende SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und Landesbischof Weber.




