Braunschweig (epd). Rund 1.000 Picknick-Freunde haben sich am 13. Juli in Braunschweigs Prinzenpark zu Deutschlands größter fairer Frühstückstafel versammelt. Bei teils starken Regenfällen verzehrten sie nach Veranstalterangaben ausschließlich Produkte aus fairem Handel. Die Initiatoren werteten die Aktion als vollen Erfolg, auch wenn die Teilnehmerzahl aufgrund des Wetters deutlich hinter ihren Erwartungen zurückblieb.
Deutschland habe beim fairen Handel noch viel Nachholbedarf und Grundlagenarbeit zu leisten, sagte der evangelische Landesjugendpfarrer Lars Dedekind: "Unsere Aktion hilft, die Idee in den Köpfen der jungen Generation zu verankern." Am ersten fairen Frühstück im Vorjahr hatten sich sechs Schulen aus dem Stadtgebiet beteiligt, in diesem Jahr seien es bereits 19 auch aus dem Umland gewesen. "Das Thema kommt in unserer Region an und ist nichts Exotisches mehr", sagte Dedekind.
Sowohl Besteck als auch Speisen wurden den Teilnehmern gestellt. Die Kosten von rund 5.000 Euro seien komplett über Spenden und Sponsorengelder finanziert worden, hieß es. Zusätzlich präsentierten mehr als zwanzig Kooperationspartner an Ständen die Anliegen des fairen Handels. In den kommenden Jahren soll das Braunschweiger faire Frühstück schrittweise weiter ausgebaut werden.
Beim fairen Handel werden die Preise für die Produkte üblicherweise über dem Weltmarktpreis angesetzt, um den Produzenten in Entwicklungsländern ein höheres und verlässlicheres Einkommen zu ermöglichen. In der Produktion werden zudem internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten. Gütesiegel machen Produkte aus fairem Handel für die Verbraucher erkennbar.




