Königslutter (epd). Der Catholica-Beauftragte der lutherischen Kirchen, Landesbischof Friedrich Weber, hat dem Papst sein Schweigen zu Martin Luther vorgehalten. Bei dem Besuch Benedikts XVI. im September in Erfurt habe er kein Wort zur Bedeutung des Reformators gesagt. "An diesem Ort hätte ein Wort zu der Person gehört, die untrennbar mit der evangelischen Kirche verbunden ist", sagte der braunschweigische Landesbischof am 31. Oktober in einem Gottesdienst zum Reformationstag im Dom in Königslutter.
Im Augustinerkloster in Erfurt sei in Luther das herangereift, was später zur Reformation geführt habe. Es sei "symbolkräftig und wertvoll", dass der Papst mit Menschen aus der evangelische Kirche zusammengetroffen sei. Er habe Verständnis dafür, dass Benedikt keine ökumenischen Geschenke mitbringen konnte, sagte Weber. Es müsse aber eine Klärung des Miteinanders von Katholiken und Protestanten geben.




