Braunschweig. Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt. Darauf hat Landesbischof Weber zur Verleihung des Sozialtransferpreises 2012 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig hingewiesen. Deswegen brauche die Wirtschaft einen Rahmen, der den Akteuren Orientierung bietet und ihnen die Grenzen des Verträglichen aufzeigt, sagte er in seiner Festansprache. Auch das Bildungs-, Gesundheits-, Sozial- und Rechtssystem sei ein Produktionspotenzial, das stabilitäts- und wachstumsfördernd wirke.
Der Landesbischof lobte die Braunschweiger IHK. Durch die Verleihung des Sozialtransferpreises mache sie deutlich, dass zu einem verantwortlichen Unternehmertum die Übernahme sozialer Verantwortung gehöre. Gewinnorientierung und Wettbewerb seien wichtig. Sie führten aber nicht von selber zu sozialer Gerechtigkeit, warnte der Landesbischof. Wo der freie Markt unbedingten Vorrang habe, werde er zum lebensfeindlichen Prinzip.
Vor diesem Hintergrund plädierte der Landesbischof auch für eine Achtsamkeit gegenüber der Feiertagskultur in Deutschland. Feiertage seien nötig, um der Arbeitszeit Rhythmus und Maß zu geben und Freiräume für zweckfreies Handeln zu eröffnen.




