Wolfenbüttel. Die braunschweigische Landeskirche wird ihre Klage zur Fristwahrung gegen das Atommüll-Endlager Schacht Konrad in Salzgitter nicht aufrecht erhalten. Das hat die Kirchenregierung nach intensiver Diskussion in einer Sondersitzung am Montagabend, 7. Juli, in Wolfenbüttel einstimmig beschlossen. In den Beratungen war deutlich geworden, dass die ethischen und schöpfungstheologischen Bedenken der Kirche in einem Verwaltungsgerichtsverfahren aller Voraussicht nach keine Berücksichtigung finden werden.
Hier, so war die Auffassung, gehe es ausschließlich um die Wahrung von Eigentumsrechten, welche die Landeskirche nur mittelbar über ihre betroffenen "Pfarrwitwentümer" geltend machen kann. Die Kirchenregierung sah es aber als unredlich an, diese Grundstücke als Vehikel für eine Klage zu benutzen, die vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg vermutlich als unzulässig abgewiesen würde. Angesichts dessen sei ein klarer Beschluss mit Rückgrat der Kirche angemessener, als eine taktische Entscheidung, die weiteres Lavieren zur Folge hätte, hieß es.
Gleichzeitig gab die Kirchenregierung ihrer Sorge über die mangelnde Rückholbarkeit der atomaren Abfälle zum Ausdruck, die in Schacht Konrad eingelagert werden sollen. Die Befürchtung, dass dadurch künftigen Generationen heute unkalkulierbare Risiken zugemutet würden, sei nicht von der Hand zu weisen. Deshalb stehe die Kirche auch weiterhin in Solidarität mit allen, die Angst vor einer radioaktiven Belastung der Umwelt durch das Endlager haben.
Außerdem hat die Kirchenregierung das Landeskirchenamt gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, in wie fern eine Beteiligung an dem Rechtshilfe-Fonds möglich ist, der die Landswirtsfamilie Traube (Salzgitter-Bleckenstedt) in ihrer Klage gegen Schacht Konrad unterstützt. Außerdem soll ein Forschungsprojekt finanziell gefördert werden, das sich der alternativen Entsorgung von Atommüll widmet. Eine Stellungnahme der Kammer für Umweltfragen der Landessynode war zu keinem einheitlichen Votum in Sachen Schacht Konrad gekommen.
Die Kirchenregierung bilden: Landesbischof Dr. Friedrich Weber, Oberlandeskirchenrat Dr. Robert Fischer (Wolfenbüttel), Pfarrer Udo Ahrens (Goslar), Rechtsanwältin Sybille Mattfeld-Kloth (Helmstedt), Lehrerin Ulrike Rohlfs (Cremlingen), Pfarrer Friedhelm Meiners (Braunschweig) und Rektor Norbert Bengsch (Goslar), der bei der Sitzung am 7. Juli nicht anwesend war. mic
Hier, so war die Auffassung, gehe es ausschließlich um die Wahrung von Eigentumsrechten, welche die Landeskirche nur mittelbar über ihre betroffenen "Pfarrwitwentümer" geltend machen kann. Die Kirchenregierung sah es aber als unredlich an, diese Grundstücke als Vehikel für eine Klage zu benutzen, die vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg vermutlich als unzulässig abgewiesen würde. Angesichts dessen sei ein klarer Beschluss mit Rückgrat der Kirche angemessener, als eine taktische Entscheidung, die weiteres Lavieren zur Folge hätte, hieß es.
Gleichzeitig gab die Kirchenregierung ihrer Sorge über die mangelnde Rückholbarkeit der atomaren Abfälle zum Ausdruck, die in Schacht Konrad eingelagert werden sollen. Die Befürchtung, dass dadurch künftigen Generationen heute unkalkulierbare Risiken zugemutet würden, sei nicht von der Hand zu weisen. Deshalb stehe die Kirche auch weiterhin in Solidarität mit allen, die Angst vor einer radioaktiven Belastung der Umwelt durch das Endlager haben.
Außerdem hat die Kirchenregierung das Landeskirchenamt gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, in wie fern eine Beteiligung an dem Rechtshilfe-Fonds möglich ist, der die Landswirtsfamilie Traube (Salzgitter-Bleckenstedt) in ihrer Klage gegen Schacht Konrad unterstützt. Außerdem soll ein Forschungsprojekt finanziell gefördert werden, das sich der alternativen Entsorgung von Atommüll widmet. Eine Stellungnahme der Kammer für Umweltfragen der Landessynode war zu keinem einheitlichen Votum in Sachen Schacht Konrad gekommen.
Die Kirchenregierung bilden: Landesbischof Dr. Friedrich Weber, Oberlandeskirchenrat Dr. Robert Fischer (Wolfenbüttel), Pfarrer Udo Ahrens (Goslar), Rechtsanwältin Sybille Mattfeld-Kloth (Helmstedt), Lehrerin Ulrike Rohlfs (Cremlingen), Pfarrer Friedhelm Meiners (Braunschweig) und Rektor Norbert Bengsch (Goslar), der bei der Sitzung am 7. Juli nicht anwesend war. mic




