Köthen/Braunschweig (epd). Landesbischof Weber hat die Kirchen zur Zusammenarbeit aufgerufen. Das sei gerade im Osten Deutschlands nötig, sagte er am 22. Januar im zentralen Gottesdienst zur bundesweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen in Köthen bei Magdeburg. Auch in den Kirchen müsse man sich auf das Gemeinsame immer wieder neu verständigen, forderte Weber. Der leitende Theologe ist auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).
Gerade in der ehemaligen DDR sei zu erleben, dass Glaubensüberzeugungen keineswegs mehrheitsfähig seien, sagte Weber. Vielen Menschen seien uralte Überlieferungen fremd geworden. Zudem scheine es keineswegs mehr so zu sein, dass die Antworten des christlichen Glaubens auf aktuelle Herausforderungen den Menschen plausibel seien. Deshalb sei es sinnvoll, miteinander zu beten und sich des gemeinsamen Glaubens zu vergewissern.
Die Gebetswoche stand in diesem Jahr unter dem Motto "Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus". Auf der Nordhalbkugel der Erde wird sie jährlich vom 18. bis 25. Januar begangen, auf der Südhalbkugel findet sie traditionell zu Pfingsten statt. Die Gebetswoche gilt als Ausdruck weltweiter ökumenischer Verbundenheit.
Seit 1968 erarbeitet eine gemeinsame Kommission von Vertretern des katholischen Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Ökumenischen Rates der Kirchen die jährlichen Themen und Texte. Bei der Gebetswoche wird auch eine "Ökumenische Kollekte" zur Förderung von kirchlichen und sozialen Hilfsprojekten gesammelt. An der Aktionswoche beteiligen sich Christen aller Konfessionen.




