Ludwigshafen/Braunschweig (epd). Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland will trotz angespannter finanzieller Lage die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften weiter vertiefen. In der Vergangenheit sei die ACK auch wegen drastischer Kürzungen der Mitgliedsbeiträge der beiden großen Kirchen in eine sehr schwierige Lage geraten, sagte der Bundesvorsitzende, der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber, am 19. Oktober in seinem Bericht vor der Mitgliederversammlung in Ludwigshafen.
Der 1948 gegründete kirchliche Dachverband vereinigt derzeit 17 christliche Kirchen, darunter neben den evangelischen und orthodoxen Kirchen auch die römisch-katholische, die alt-katholische und die anglikanische Kirche, Freikirchen wie mennonitische und baptistische Gemeinden sowie die evangelisch-methodistische Kirche. Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft gibt es 24 regionale und 230 örtliche Gliederungen.
Weber sagte, die Arbeitsgemeinschaft sei auch zukünftig eine sinnvolle und notwendige Form der Begegnung und Zusammenarbeit aller christlicher Kirchen in Deutschland. Dort würden neue Formen der Kooperation entwickelt, deren Ziel es sei, die konfessionellen Spaltungen zu überwinden.
Als zukünftige Aufgabe benannte Weber die Frage, wie Kontakte zu weiteren Kirchen und Gemeinschaften, etwa Migrationskirchen, Pfingstkirchen, charismatischen Gruppen und neuen Freikirchen, gepflegt werden können. Kleinere Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zeigten ein deutliches Interesse an einer Mitgliedschaft oder Gastmitgliedschaft. Der Vorstand wolle darauf hinarbeiten, dass alle Mitgliedskirchen die Erklärung der christlichen Kirchen in Deutschland zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe unterschreiben.




