Goslar. Die Neustrukturierung des Diakonischen Werkes der Landeskirche ist nach Angaben der Interimsgeschäftsführung wichtige Schritte vorangekommen. Mittlerweile seien nahezu alle Betriebsgesellschaften veräußert und hätten gute Erlöse gebracht, berichtete Norbert Velten der braunschweigischen Landessynode am 17. November in Goslar.
Nun gehe es darum, die Mittel möglichst gewinnbringend und nachhaltig einzusetzen. Konzeptionell stehe die Stärkung der Kreisstellenarbeit auf der Tagesordnung, so wie es die Landessynode beschlossen habe.
Angesichts der personellen Reduktion in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes auf nur noch fünf Personen müssten die Diakoniebeauftragten in den Kreisstellen künftig inhaltliche Schwerpunkte für das gesamte System bearbeiten. Außerdem gab Velten seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Kreisstellen auch von einem neuen Diakonischen Werk Niedersachsen Unterstützung abrufen können.
Vier der fünf Diakonischen Werke in Niedersachsen seien mittlerweile gewillt, ein solches neues Werk gemeinsam zu gründen und dort viele Aufgaben zentral zu erledigen. Lediglich das Diakonische Werk Oldenburg und die Kirche in Oldenburg wollten sich an diesem Prozess derzeit nicht beteiligen, berichtete Velten.
Die weitere Kürzung der landeskirchlichen Mittel für das Diakonische Werk Braunschweig stelle für die Einrichtung eine Herausforderung dar. Wenn im Jahr 2013 nur noch eine Million Euro bereitgestellt würden, entstehe ein Fehlbetrag in sechsstelliger Höhe, der nur durch eine Rücklagenentnahme ausgeglichen werden könne. Das sei kurzfristig nicht existenziell gefährlich, mindere aber die Summe der Mittel, die für die langfristige Arbeit angelegt werden sollen.
Velten informierte die Synode auch darüber, dass mittlerweile alle Sonderprüfungen des Diakonischen Werkes von Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten abgeschlossen seien. Sowohl der Aufsichtsrat als auch die Mitgliederversammlung hätten sich abschließend damit beschäftigt. In keinem Fall seien straf-, zivil-, oder dienstrechtlich relevante Tatbestände festgestellt worden. Allerdings sei deutlich worden, dass das System der Kontrolle wirtschaftlicher Abläufe „zeitweise suboptimal organisiert war und nicht immer richtig funktioniert hat".
Die Landessynode dankte Velten und seiner Mitgeschäftsführerin Anke Grewe für ihr Engagement. Sowohl Diakoniereferent Thomas Hofer als auch Finanzreferent Dr. Jörg Mayer und der Vorsitzende des Ausschusses für Ökumene, Mission und Diakonie, Domprediger Joachim Hempel, würdigten die verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Diakonischen Werk und der Landeskirche. „Die Tage der Abgrenzung um jeden Preis sind vorbei", so Mayer.






