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16.07.2012 Kategorie: Pressestelle

Dank aus Japan für Spenden

Mit fast 135.000 Euro hat Braunschweig den Opfern von Fukushima geholfen

Braunschweig. Yoshinobu Matsumoto (Kobe/Japan), Pfarrer der Japanischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (JELC), hat sich im Namen seiner Kirchenleitung für die Spenden aus dem Braunschweiger Land bedankt. Aus Anlass der Tsunami-, Erdbeben- und Nuklearkatastrophe von Fukushima hatte die Landeskirche im März 2011 die Bevölkerung aufgerufen, den Opfern in Japan zu helfen. Dabei kamen bis heute fast 135.000 Euro zusammen, wie Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer am 16. Juli vor der Presse in Braunschweig erläuterte. Die Landeskirche pflegt seit mehr als vierzig Jahren eine Partnerschaft mit der JELC.

Als Zeichen des Dankes erhielt Hofer von Pfarrer Matsumoto eine besondere Jacke, die in Japan alle Katastrophenhelfer der JELC tragen. Wie Matsumoto berichtete, habe seine Kirche ein Hilfsprojekt gegründet, das insbesondere Menschen rund um Sendai betreue. Dort sei die Katastrophe bis heute am meisten zu spüren. Durch die umfangreiche Unterstützung sei Braunschweig ein Teil des Helfer-Teams geworden, unterstrich der japanische Pfarrer. Als Folge der Katastrophe habe sich die JELC gegen die weitere Nutzung der Kernenergie ausgesprochen. In ganz Japan gebe es zunehmend Stimmen, die wie in Deutschland eine Energiewende forderten, sagte Matsumoto.

Die Spendenmittel aus Braunschweig seien vor allem für die Inneneinrichtung von Notunterkünften, für Bekleidung und Lebensmittel sowie für die medizinische und soziale Versorgung der Opfer verwendet worden, sagte Diakon Bodo Walther (Wolfenbüttel), Vorsitzender des Japan-Arbeitskreises der Landeskirche. Er hatte vor kurzem Japan besucht und sich vor Ort über die Lage informiert. Ziel aller Maßnahmen sei es, die Menschen so weit wie möglich in der Katastrophenregion neu anzusiedeln. Dabei spiele gerade die lutherische Kirche eine erkennbare Rolle. Obwohl die Christen in Japan eine religiöse Minderheit darstellen, sei der Slogan „Luther hilft" zu einem öffentlichen Markenzeichen geworden.

Luther hilft: Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, Pfarrer Yoshinobu Matsumoto und Diakon Bodo Walther (von links). Foto: LK BS