Goslar/Braunschweig (epd). Die braunschweigische Landeskirche will ihre Medienarbeit weiter umgestalten. Die Landesynode beschloss am Samstag, 1.Juni, die Entwicklung eines eigenen Magazins. Ein Konzept zu Inhalt und Finanzierung solle im November vorgelegt werden, hieß es. Zurzeit fehlt es der Landeskirche an einem verbindenden Printprodukt, sagte der Synodale und stellvertretende Vorsitzende des Medienausschusses, Thomas Möbius.
In vielen Bereichen wie Rundfunk oder Internet sei die Landeskirche bereits jetzt medial gut vertreten. "Wir stehen keinesfalls nackt da", sagte Möbius. Nach der Streichung der Zuschüsse an die Evangelische Zeitung sei aber eine Lücke gerade im Printbereich erkennbar. Auf ihrer vorangegangenen Tagung im November hatte die braunschweigische Synode beschlossen, mit Ablauf des Jahres 2013 die Förderung der Evangelischen Zeitung einzustellen.
Bisher unterstützte die Kirche die Zeitung mit jährlich 65.000 Euro. Als Reaktion darauf hatte auch die hannoversche Landeskirche in ihrer Herbsttagung beschlossen, den geplanten Zuschuss an die Evangelische Zeitung in Höhe von 460.000 Euro für das Jahr 2014 vorerst zu sperren. Die Wochenzeitung wird gemeinsam mit der Nordkirche herausgegeben. Träger in Niedersachsen sind die evangelisch-lutherischen Landeskirchen von Braunschweig, Hannover und Oldenburg.
Die Zahl der Abonnements in Niedersachsen hatte sich in den vergangenen fünf Jahren von rund 24.000 auf unter 12.000 etwa halbiert. Die Zeitung hat nach Angaben von Geschäftsführer Christof Vetter einen Gesamtumsatz von rund 1,5 bis 2 Millionen Euro im Jahr.




