Goslar (epd). Die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig stellt sich nach den Worten von Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer im ehemaligen "Zonenrandgebiet" auf weiterhin schrumpfende Dörfer und Kirchengemeinden ein. Strukturanpassung und eine Art "kollektive Trauerbegleitung" gehörten in diesen traditionell evangelisch geprägten Orten zu den Aufgaben der Kirche, sagte Hofer am 6. Februar bei der traditionellen Landwirte-Tagung der Landeskirche in Goslar.
Leerstände von Wohnraum, aufgegebene landwirtschaftliche Betriebe und fallende Immobilienpreise seien unübersehbare Anzeichen dieser Entwicklung. Im Speckgürtel von Braunschweig gebe es dagegen prosperierende Dörfer mit deutlichem Bevölkerungszuwachs, erläuterte der Theologe. Dieser wirke sich allerdings nur begrenzt positiv auf die Zahl der Kirchenmitglieder aus. Viele Zugezogene gehörten der Kirche nicht mehr an.
Die Aufgaben für Pfarrer und Kirchengemeinden seien angesichts dieser Situation immens, sagte Hofer. Die Kirche sollte nach seiner Auffassung missionarische Konzepte entwickeln, die auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten seien.




