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03.04.2013 Kategorie: Pressestelle

Verantwortung für die Schöpfung

Landesbischof Weber hielt Vortrag über ethische Maximen in der Landwirtschaft

Wolfenbüttel (epd). Landesbischof Friedrich Weber hat die Landwirte zu nachhaltigem Anbau und ethischer Tierhaltung aufgefordert. „Eine menschliche Gesellschaft hat nur dann Zukunft, wenn sie dem ökologischen Gesamtzusammenhang Rechnung trägt", sagte er am 3. April bei einem Vortrag in der Privatbank Seeliger in Wolfenbüttel. Weber sprach bei einer internen Veranstaltung der Bank vor rund 150 Landwirten aus der Region.

Der Bischof warnte davor, dass es in Deutschland immer weniger, dafür umso größere landwirtschaftliche Betriebe gebe. „Genau in diesem Kontext haben sich in den letzten Monaten erhebliche Konflikte entwickelt", sagte der Bischof mit Blick auf Lebensmittelskandale, wie dem Etikettenschwindel bei Eiern. Dabei seien die Landwirte oft selbst nur Opfer der Wirtschaftsinteressen anderer.

Nachhaltigkeit bedeute, dass die gegenwärtige Generation nicht auf Kosten ihrer Kinder wirtschafte, Ressourcen verbrauche, Schulden mache und die Umwelt belaste, sagte Weber. Die Gesellschaft müsse Verantwortung für die Schöpfung übernehmen. „Das heißt, der Lebensraum wird als Gestaltungsraum gesehen, der nicht beliebig verwertbar ist." Nachhaltigkeit sei daher nicht nur ein ökologisches Prinzip, sondern eine Grundeinstellung zum Leben.

Lebensmittelerzeugung, Landwirtschaftspflege und Naturschutz müssten zukünftig enger miteinander verbunden werden, forderte Weber. Auch müssten Menschen zum bewussteren und geplanten Einkauf ohne aufwendige Verpackungen und weite Transportwege angeregt werden. „Nachhaltige Landwirtschaft ist somit eine Querschnittsaufgabe."

Vortrag im Wortlaut

Landwirtschaft im Braunschweiger Land. Foto: S. Hübner

Beitrag von Evangelischer Pressedienst