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10.09.2012 Kategorie: Pressestelle

Ausbeutung der Natur vermeiden

Landesbischof Weber beim dritten Ökumenischen Schöpfungstag in Nagold

Nagold/Braunschweig (epd). Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Landesbischof Friedrich Weber aus Braunschweig, hat vor einer rücksichtslosen Ausbeutung der Natur gewarnt. Wo die Umwelt nicht bewahrt, sondern ausgebeutet werde, vermehrten und vertieften sich Konflikte und Kriege zwischen Nationen und Kontinenten, sagte er am 7. September im baden-württembergischen Nagold anlässlich des dritten Ökumenischen Schöpfungstages: "Umwelt- und Klimaschutz ist eine Frage der Lebenschancen und der Gerechtigkeit."

Die Kirchen hätten lange gebraucht, um zu erkennen, dass die Verantwortung für die Schöpfung mit dem Streben nach Frieden und Gerechtigkeit unlösbar verbunden sei, sagte der evangelische Landesbischof. "Mittlerweile ist dieser Zusammenhang unübersehbar." Bodenschätze und Trinkwasser sorgten weltweit für gewaltsame Konflikte. Der Klimawandel werde diese Spannungen weiter verschärfen, wenn sich Naturkatastrophen häuften, der Meeresspiegel steige und landwirtschaftliche Nutzflächen versteppten und zu Hungersnöten führten.

"Wir haben begriffen, dass die Schädigung der Erde nicht nur ein praktisches, sondern vor allem ein ethisches und spirituelles Problem ist", unterstrich Weber. Das Leben der Gegenwart sei längst von der "gescheiterten Beziehung des modernen Menschen zur Natur geprägt". Der Bischof erinnerte dabei an Ölkatastrophen und zerstörte Atomkraftwerke in Japan.

Die orthodoxen Kirchen in Osteuropa feiern seit 1989 einmal im Jahr einen "Tag der Schöpfung". 2010 proklamierte auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland beim zweiten Ökumenischen Kirchentag in München einen jährlichen Schöpfungstag.

Ökumenischer Schöpfungstag 2012: Kinder überreichen Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Bistum Speyer) und dem orthodoxen Erzpriester Radu Constantin Miron (von links) Weidenherzen. Foto: Fredy Henning