Goslar. Jedes Kind hat ein Menschenrecht auf religiöse Bildung. Deshalb sei die Kindertagesstättenarbeit für die evangelische Kirche unaufgebbar. Darauf hat Landesbischof Dr. Friedrich Weber in seinem Lagebericht vor der braunschweigischen Landessynode am Freitagmorgen, 16. Mai, in Goslar hingewiesen. Damit würdigte er die Arbeit der evangelischen Kindertagesstätten. In der Landeskirche gibt es 97 mit 7400 Plätzen und 1237 Mitarbeiterinnen. Gleichzeitig sprach sich der Landesbischof dafür aus, das christliche Profil der Einrichtungen zu stärken.
Es könne keine evangelische Kindertagesstättenarbeit geben ohne die Beschäftigung mit dem Evangelium und ihm gemäßer Lebenspraxis. Außerdem seien die Gemeinden darauf angewie-sen, dass sie in die Entwicklungen der Kindertagesstätten eingebunden sind. Dabei müsse auch die gesellschaftliche Situation Ernst genommen werden, in der sich die Gemeinden und Kindertagesstätten befinden. Deswegen komme der Qualifikation der Mitarbeiterinnen besondere Bedeutung zu.
Die Politik mahnte Weber, insbesondere kinderreiche Familien und Alleinerziehende vor sozialen Härten zu schützen. Die Strukturveränderungen der Agenda 2010 dürften nicht zu ihren Lasten gehen. Die zukünftige Gestaltung der Sozial- und Arbeitslosenhilfe habe sich gerade hier zu bewähren: "Eine weitere Verschärfung des ohnehin hohen Armutsrisikos dieser Menschen, insbesondere ihrer Kinder, muss auf jeden Fall vermieden werden." mic
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16.05.2003
Kategorie: Pressestelle




