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12.11.2012 Kategorie: Pressestelle

Für Christen im Nahen Osten beten

Landesbischof Weber macht auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam

Braunschweig (epd). Landesbischof Friedrich Weber hat zum Gebet für bedrängte und verfolgte Christen im Nahen Osten und in Nordafrika aufgerufen. Die Christen in diesen Gebieten litten unter vielfachen Bedrängnissen, sagte Weber am 11. November im Braunschweiger Dom. Der evangelische Theologe ist zugleich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland.

Viele Christen in der Region sähen Migration oder gar Flucht als ihre einzige Chance, sagte Weber. Dies sei ein großes Dilemma, weil in vielen dieser Länder sich das Christentum schon sehr früh ausgebreitet habe, sie also zur Wiege des Christentums gehörten. Allerdings litten nicht nur die Christen: "Aktuell im vom Bürgerkrieg erschütterten Syrien erleiden Angehörige aller Religionsgruppen, ja alle Menschen dort, Unsägliches."

Der Einsatz für die Christen in Nordafrika und im Orient dürfe jedoch nicht zu einem Zerrbild führen, das die Leiden der anderen Menschen in diesen Ländern aus dem Blick verliere oder gar neue Feindbilder hervorbringe, betonte Weber. Viele der ethnischen, politischen und religiösen Konflikte seien hochkomplex und gestalteten sich oft in jedem Land unterschiedlich.

Weist auf die prekäre Lage von Flüchtlingen im Nahen Osten hin: Landesbischof Weber. Foto: S. Hübner

Beitrag von Evangelischer Pressedienst