Berlin/Wolfenbüttel. Der christliche Glaube durchbricht die Logik der Vergeltung. Er kann Krieg, Hass und Streit überwinden. Das sagte Landesbischof Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) am Sonntag, 16. März, in einem Gottesdienst im Berliner Dom. In einer Auslegung des Gleichnisses vom Weinberg (Markus 12,1-12) betonte er, dass Gott sich in Jesus Christus selbst aufs Spiel gesetzt habe, "damit die Spirale der Gewalt aufgelöst wird durch die Wohltat des Friedens".
Selbstkritisch meinte der Landesbischof außerdem, dass das Gleichnis in der Kirchengeschichte vielfach gegen die Juden gerichtet worden sei. Es habe zum Antisemitismus und zum Antijudaismus beigetragen, der viel zu lange bis hin zum Holocaust "auch in der christlichen Theologie und in mancher Predigt seinen Ort hatte".
Weber sprach im Rahmen einer besonderen Predigtreihe, zu der der Berliner Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein stets Leitende Geistliche der 24 evangelischen Landeskirchen in Deutschland einlädt. micPredigt im pdf-Format
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17.03.2003
Kategorie: Pressestelle



