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31.05.2013 Kategorie: Pressestelle

Pfarrstellen neu verteilen

Landessynode unterstützt Idee der „Pfarrverbände neuen Typs“

Goslar/Braunschweig. Mit „Pfarrverbänden neuen Typs" will die Landeskirche Braunschweig ihre Präsenz in der Fläche sicherstellen. Durch das neue Modell soll es den Kirchengemeinden ermöglicht werden, sich in besonderen „Gestaltungsräumen" zusammenzuschließen, denen dann mehrere Pfarrstellen zugeordnet werden.

Die Entscheidung über die Verteilung der Pfarrstellen soll auf der Ebene der Propsteien erfolgen. Entsprechende Eckpunkte hat die braunschweigische Landessynode am 31. Mai in Goslar beschlossen.

Wie Oberlandeskirchenrätin Brigitte Müller erläuterte, werde durch das neue System die bisherige Bedarfsermittlung auf der Grundlage eines Pfarrstellenberechnungsplans abgelöst. Eine flächendeckende Realisierung sei im Jahr 2015 denkbar. Parameter der Verteilung seien die Zahl der Gemeindeglieder und die Größe der Fläche im Verhältnis von 65 zu 35 Prozent. Grundsätzlich sollen ganze Pfarrstellen verteilt werden.

Damit, so Müller, könne die Landeskirche auch der Vorgabe der Landessynode gerecht werden, im Jahr 2020 nur noch eine Gesamtzahl von 170 Gemeindepfarrstellen vorzuhalten. Angesichts des Mitgliederrückgangs und der schwankenden Finanzentwicklung hatte sich die Landessynode bereits vor drei Jahren auf diese Zielvorgabe verständigt.

Die Pläne zur Struktur- und Pfarrstellenentwicklung wurden von kontroversen Diskussionen über die vakanten Pfarrstellen in der Landeskirche begleitet. Dabei wurde die Befürchtung laut, dass die Landeskirche durch den Weggang von Pfarrerinnen und Pfarrern in andere Landeskirchen und mangelnden Nachwuchs in absehbarer Zeit nicht mehr genügend Personal zur Versorgung der Pfarrstellen habe. Schon jetzt sei die Belastung der Seelsorgerinnen und Seelsorger teilweise sehr groß, hieß es.

Die Landessynode beauftragte das Landeskirchenamt, einen Gesetzentwurf für das neue Strukturmodell zu erarbeiten und den synodalen Ausschüssen zur weiteren Beratung vorzulegen.

Erläuterten das neue Pfarrstellenmodell: Oberlandeskirchenrätin Brigitte Müller ...

... und Pfarrer Dr. Axel Heike-Gmelin. Fotos (2): S. Hübner