Braunschweig/ Wolfenbüttel. Das vom Kabinett am Dienstag, 13. August, verabschiedete neue Sozialgesetzbuch hat unverantwortliche Folgen vor allem für Haushalte mit mehreren Kindern. Das kritisieren Landesbischof Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) und Diakoniedirekor Dr. Lothar Stempin (Braunschweig).
Es sei unverständlich, dass im Vergleich zur bisherigen Sozialhilfe Haushalte mit zwei oder drei Kindern sieben bis neun Prozent weniger Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II bekommen. Gemeinsam fordern sie Bundeskanzler Schröder auf, die Gesetzesinitiative zu verändern, damit Kinder in Deutschland nicht durch Armut weiter ihrer sozialen Chancen beraubt werden.
"Die materielle Schlechterstellung von Haushalten mit mehreren Kindern führt zur Ausgrenzung aus dem gesellschaftlichen Leben", betont Landesbischof Weber. Die Reformen führten zu einer dauerhaften Benachteiligung der Schwächsten in unserem Land.
"Gerade angesichts der demographischen Entwicklung und unserer Verantwortung für die nachfolgenden Generationen in Deutschland muss die Förderung von Kindern im Vordergrund stehen", unterstreicht Stempin. Der Bundeskanzler habe im Oktober 2002 in seiner Regierungserklärung zu Recht darauf hingewiesen, dass die Bildungschancen von Kindern nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfen. mic
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14.08.2003
Kategorie: Pressestelle




