Braunschweig/Salzgitter (epd). 500 Motorradfahrer aus dem gesamten Bundesgebiet haben am 27. April in Salzgitter und Braunschweig an einer Gedenkfahrt für die Unfallopfer der vergangenen Saison teilgenommen. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer Braunschweig hatte zum 26. Mal zu dem Großereignis eingeladen. Kälte und Regen hatten einem Polizeisprecher zufolge viele Biker von der Fahrt abgehalten. Im vergangenen Jahr waren nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft rund 4.000 Motorradfahrer zum Gedenken gekommen.
Seit Beginn der Gedenkfahrten hätten die Biker bereits an mehr als 400 Unfallopfer im Braunschweiger Land erinnert. "Aus der vergangenen Motorradsaison kommen 15 weitere hinzu", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ulrich Nötel. "Jedes einzelne Opfer ist uns eine Mahnung, dass wir in Zukunft weitere schwere Unfälle vermeiden wollen." Er plädierte für gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Autofahrern und Bikern im Straßenverkehr.
Die Aktion stand in diesem Jahr unter dem Motto "Motorrad? Mit Sicherheit!" Erstmals feierten die Biker ihre traditionelle Andacht in der Martini-Kirche am Braunschweiger Altstadtmarkt, hieß es. Geleitet wurde sie von dem katholischen Pfarrer Heinrich Plochg aus Hannover.
Die Teilnehmer der Braunschweiger Gedenkfahrt erhielten einen gelben Aufkleber mit dem Veranstaltungslogo. Berufsschüler aus Salzgitter hatten auf Holzkreuzen Vornamen und Alter der Opfer aufgebracht. Diese Kreuze wurden zunächst auf einem Gedenkfeld am Startpunkt der Fahrt aufgestellt und dann an der Spitze des Konvois nach Braunschweig gebracht.




