Leicester/Braunschweig. Zusammen mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und anderen Bischöfen hat sich Landesbischof Friedrich Weber am 24. Mai in Leicester (England) mit dem Erzbischof von Canterbury Justin Welby getroffen. Die Begegnung fand im Rahmen der Meissen-Partnerschaft zwischen der EKD und der Kirche von England statt.
Im Mittelpunkt der Konsultation stand in Anlehnung an das Themenjahr 2013 der EKD-Reformationsdekade das Thema Toleranz und interreligiöses Engagement. „Die Partnerschaftsarbeit von Meissen ist ein Beispiel für gelingenden Dialog: Seit zwei Jahrzehnten praktizieren wir aktive Friedensarbeit. Wir sehen bei diesem Delegationsbesuch beeindruckende Beispiele für den Dialog und die Zusammenarbeit verschiedener Religionsgemeinschaften hier vor Ort", erklärte Landesbischof Weber, deutscher Co-Vorsitzender der Meissen Kommission. „Das verbindende Element dabei ist sehr deutlich die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, z.B. durch Bildungsprojekte oder Jugendarbeit."
Die Vertreter der Kirche von England berichteten darüber, wie wichtig die Kontakte zwischen führenden Repräsentanten der Religionsgemeinschaften sind: Gerade die Bischöfe spielten dabei eine wichtige Rolle, auf die andere Glaubensgemeinschaften gern zählten. „Unsere englischen Partner haben diese Beziehungen seit 2001 systematisch aufgebaut", sagte Bischof Markus Dröge (Evangelisch Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz). „In schwierigen Tagen wie diesen bewähren sich diese vertrauensvollen Kontakte. Die hier praktizierte Toleranz der Religionen ist für uns ein Modell. Wir müssen den interreligiösen Dialog in Deutschland intensivieren. "




