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18.04.2012 Kategorie: Pressestelle

Küster fordern mehr Wertschätzung

Braunschweiger Vorsitzender des Küsterbundes unterstreicht besondere Kirchenkultur

Braunschweig (epd). Der Deutsche Evangelische Küsterbund warnt davor, immer mehr fest angestellte Küster durch ehrenamtliche Mitarbeiter oder externe Dienstleister zu ersetzen. "Dass die Aufgaben eines ausgebildeten Küsters ohne Weiteres auch anders erledigt werden können, ist ein Irrtum", sagte der Vorsitzende des Bundes, Rudolf Schäfer, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wortverkündung und Sakramentsverwaltung schlössen auch Handeln und Fachwissen ein, das nicht nur "von der Kanzel kommt".

Küster, Kirchenvögte oder Mesner seien beispielsweise speziell darin geschult, wertvolles Abendmahlsgerät und Kunstwerke in den Kirchen zu pflegen. "Es ist durchaus schon vorgekommen, dass ein historischer vergoldeter Kelch dem guten Willen und scharfen Reiniger eines ehrenamtlichen Helfers zum Opfer gefallen ist", sagte Schäfer. Zudem seien Küster oft Hausmeister, Kirchenführer, Haustechniker und Festorganisator in einer Person.

Dem Küsterbund gehören bundesweit zwölf regionale Verbände mit etwa 5.800 Mitgliedern an. Die Tendenz in einigen Landeskirchen gehe aber dahin, immer mehr Stellen in Teilzeitarbeitsplätze umzuwandeln oder ganz zu streichen. Nach Ansicht von Schäfer sei diese Entwicklung ein Abschied auf Raten von einer besonderen Kirchenkultur.

Der Küsterbund wolle Veränderungen allerdings nicht blockieren. "Dass vielerorts das Geld knapp ist, wissen wir auch", sagte Schäfer. "Unser Anliegen ist, dass wir als Verband aktiv an der Veränderung mitwirken können." Bislang habe es noch keine offizielle Gesprächsrunde zwischen den Kirchenleitenden und Küstervertretern gegeben.

Auf der nächsten Verbandstagung vom 21. bis 23. Mai in Kronberg bei Frankfurt/Main werde das Berufsbild und die Zukunft des Küsterstandes das Hauptthema sein, kündigte Schäfer an. Der Deutsche Evangelische Küsterbund besteht seit Anfang 2008. Die ostdeutschen Kirchen seien kaum vertreten, weil es dort viel weniger Küster als im Westen gebe.

Rudolf Schäfer (Braunschweig), Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Küsterbundes. Foto: S. Hübner

Beitrag von Evangelischer Pressedienst