Braunschweig/Berlin (epd). Der Berliner Professor für Technikgeschichte, Wolfgang König, erhält am 22. November den mit 3.000 Euro dotierten Braunschweiger Abt-Jerusalem-Preis. Der Wissenschaftspreis wird zum zweiten Mal von der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und der Technischen Universität Braunschweig verliehen.
Der 1949 geborene König wird für seine herausragenden Beiträge zum Dialog der Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften geehrt. Er ist Herausgeber der Propyläen Technikgeschichte. Seit 1985 lehrt er an der Technischen Universität in Berlin. Gastprofessuren hatte er in Wien und an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking inne. Für seine Arbeiten zur Technikgeschichte und Technikbewertung wurde König bereits mehrfach ausgezeichnet.
Der Abt Jerusalem-Preis wurde von den Stiftern erstmals 2009 an die Philosophin und Biologin Nicole Karafyllis aus Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten vergeben. Anlass war der 300. Geburtstag von Abt Friedrich Wilhelm Jerusalem am 22. November. Der Preis wird alle drei Jahre bei einem wissenschaftlichen Symposium verliehen.
Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709-1789) war Prinzenerzieher und Hofprediger, Abt in Riddagshausen und Direktor des dortigen Predigerseminars. Das Predigerseminar der evangelischen Kirche in Braunschweig beruft sich auf diese Tradition und gilt als das älteste in Deutschland. Jerusalem ist außerdem Mitbegründer des Collegium Carolinum, dem Vorläufer der heutigen Technischen Universität (TU), die ebenfalls als die älteste TU in Deutschland gilt.





