Braunschweig/Wolfenbüttel. Zu Pfingsten erinnert Landesbischof Weber an die verändernde Kraft des göttlichen Geistes. Wo Gottes Geist regiere, schaffe sich auch seine Liebe Raum, schreibt er in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der "Evangelischen Zeitung". Dann gehe es nicht mehr darum, wer der Größte, Schnellste oder Reichste ist. Pfingsten durchbreche den Egoismus und helfe, auch die Qualitäten der Anderen zu sehen.
Es gebe Menschen, so der Landesbischof, die tagein, tagaus nur noch darüber nachdenken können, ob sich ihr Aktiendepot erhöht habe und die darunter leiden, wenn der Nachbar mehr verdiene. Sie hätten ihr Herz an den "Geist des Geldes" gehängt und das Geld zu ihrem Gott gemacht. "Ein jämmerlicher Gott, einer, der Angst macht, einengt und alle üblen Charakterzüge, die wir so haben, erblühen lässt", so seine Kritik.
Außerdem warnt der Landesbischof davor, sich von Ideologien besetzen zu lassen und Menschen nicht als Gottes Geschöpfe anzusehen. Dann seien Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht weit. Der Reichtum der göttlichen Schöpfung zeige sich vielmehr in der Unterschiedlichkeit der Menschen.




