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13.10.2011 Kategorie: Pressestelle

Zwei Kandidaten für Braunschweig

Kirchenregierung benennt Uta Hirschler und Harald Welge für Propstwahl

Braunschweig/Wolfenbüttel. Die Kandidaten für die Propstwahl in Braunschweig stehen fest: Pfarrerin Uta Hirschler (44) aus Bockenem (Propstei Seesen) und Pfarrer Harald Welge (57) aus Timmerlah (Propstei Vechelde). Die Kirchenregierung hatte beide Personen als Kandidaten in Aussicht genommen und den Propsteivorstand gebeten, das Benehmen herzustellen. Da der Propsteivorstand weder gegen Hirschler noch gegen Welge Einwendungen erhoben hat, sah die Kirchenregierung bei ihrer Sitzung am Mittwoch, 12. Oktober, das Benehmen hergestellt.

Nach Auskunft des Propsteivorstands sollen sich die Kandidaten am 14. November der Braunschweiger Propsteisynode vorstellen; die Wahl ist bei einer Synodentagung am 21. November geplant. Sie ist nötig geworden, weil der bisherige Propst Thomas Hofer im November 2010 von der Landessynode zum Oberlandeskirchenrat gewählt worden war. Derzeit versieht das Amt der Stellvertretende Propst Michael Gerloff.

Die Nominierung erfolgte auf der Basis der aktuell geltenden Propsteiordnung. Sie sieht unter anderem in Paragraph 17 Absatz drei vor, dass Kandidaten nicht aus der eigenen Propstei kommen sollen. In Absatz zwei heißt es darüber hinaus, dass mindestens zwei Kandidaten vorgeschlagen werden sollen. Ein erstes Bewerbungsverfahren zur Propststelle in Braunschweig hatte die Kirchenregierung im April aufgrund von Verfahrensmängeln abgebrochen und die Stelle neu ausgeschrieben.

Uta Hirschler ist seit 1997 Pfarrerin in Mahlum und Bodenstein und hat einen Zusatzauftrag für Krankenhausseelsorge an den Kliniken Schildautal in Seesen. Sie ist außerdem seit 2002 Mitglied der Landessynode und seit 2008 Mitglied der Kirchenregierung. Uta Hirschler ist in München aufgewachsen und hat in Göttingen, Heidelberg und Philadelphia (USA) Theologie studiert. Ihr erstes und zweites Theologisches Examen absolvierte sie in der hannoverschen Landeskirche, bevor sie 1997 in die Landeskirche Braunschweig wechselte. Mit ihrem Ehemann, Pfarrer Johannes Hirschler, teilt sie sich die Pfarrstelle in Mahlum. Sie ist Mutter von vier Kindern.

Harald Welge ist seit 1997 Pfarrer in Timmerlah. Zuvor war er in der Theologischen Abteilung im Landeskirchenamt tätig und für die kirchliche Jugendarbeit in Braunschweig verantwortlich. Nach dem Abitur in Braunschweig absolvierte er sein Theologiestudium in Göttingen und Tübingen. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Welge ist seit 2009 außerdem Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Als Geschäftsführer leitet er die Stiftung Ökumenisches Lernen. Innerhalb der braunschweigischen Landessynode ist er Vorsitzender des Gemeindeausschusses.

Nach der Propsteiordnung ist gewählt, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen erreicht hat. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, ist ein zweiter Wahlgang durchzuführen. Gewählt ist, wer dann die höchste Stimmenzahl auf sich vereinigt, mindestens jedoch ein Viertel der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen. Im Unterschied zu allen anderen Propsteien der Landeskirche wird das Propstamt in Braunschweig mit einer ganzen Stelle versehen. Alle anderen Pröpstinnen und Pröpste sind mit einer Hälfte ihrer Stelle auch Gemeindepfarrerinnen und –pfarrer. Die Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Die Kandidaten: Pfarrerin Uta Hirschler und Pfarrer Harald Welge. Fotos: A. Greiner-Napp