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24.04.2012 Kategorie: Pressestelle

Gegenseitig als Kirchen anerkennen

Landesbischof Weber hielt Ökumene-Vortrag zur Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier

Trier/Braunschweig (epd). Der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber hat die christlichen Kirchen zu weiterer Arbeit an ihrer Einheit aufgerufen. "Die Zeiten sind vorbei, in denen wir glaubten, uns gegeneinander profilieren zu müssen", sagte Weber, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist, am 23. April in der Trierer Konstantin-Basilika im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt.

"Schwächephasen" der einen Konfession beträfen auch die anderen, sagte der evangelische Bischof. So litten auch die Protestanten unter der andauernden Missbrauchs-Krise der römisch-katholischen Kirche. "Hingegen profitieren alle vom Erfolg des anderen." Die Einheit der Kirche liege nicht im organisatorischen Zusammenhalt oder in der lehrmäßigen Einheit, sondern darin, dass die Stimme Christi gehört werde.

Die Kirchen müssten sich gegenseitig als Kirchen anerkennen, "auch um unseres gemeinsamen Zeugnisses nach außen hin", forderte der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Es gelte, ausgrenzende Trennungen zu überwinden und nicht kirchen-trennende Unterschiede zuzulassen.

Weber plädierte dafür, die Taufe als Gemeinsamkeit und "sakramentales Band der Einheit" zu stärken. So sollten etwa Tauferinnerungen stärker ökumenisch begangen werden.

Der Bischof wies auf die Erfolge der Ökumene hin. "Da hat sich viel getan in den vergangenen 50 Jahren", sagte er. Die ökumenische Ausrichtung der Heilig-Rock-Wallfahrt und die evangelische Beteiligung daran ist laut Weber "ein starkes Zeichen auch im Blick auf die Reformationsdekade". Die Erinnerung an die Reformation durch Martin Luther könne nur ökumenisch begangen werden.

Vortrag im Wortlaut

Landesbischof Weber hielt Ökumene-Vortrag in Trier.

Beitrag von Evangelischer Pressedienst