Helmstedt (epd). Das Lebenswerk der Klosterfrau Charlotte von Veltheim (1832 - 1911) steht erstmals im Mittelpunkt einer Ausstellung im Helmstedter Kloster St. Marienberg. Vom 14. Mai an werden die Ausstellungsräume für Besucher geöffnet, anlässlich des 100. Todestages von Veltheims am 18. Juni wird Helmstedt zusätzlich zum "frauenORT Niedersachsen", teilte das Kloster mit. Gemeinsame Veranstalter der Ausstellung sind die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz und der Konvent des Klosters.
"Charlotte von Veltheim stellte ihr Leben 60 Jahre lang in den Dienst des Klosters und förderte unter anderem das Schulwesen, christliche Textilkunst und die heute noch wegweisende Paramentenwerkstatt", sagte die Ausstellungskuratorin Ursula Röper. Die historische Persönlichkeit habe eigenständig und selbstbewusst unternehmerisches Denken und Klosterleben zusammengeführt.
Das Kloster St. Marienberg in Helmstedt wurde 1176 als Augustiner-Chorfrauenstift gegründet. Während der Reformationszeit wurde es protestantisch. Das Kloster befindet sich im Besitz der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und wird noch immer von einem Damenkonvent geführt, dem die Domina Mechtild von Veltheim vorsteht. Sie ist eine Nachfahrin von Charlotte von Veltheim.
Mit der Initiative "frauenORTE" will der Landesfrauenrat Niedersachsen Leben und Wirken historischer Frauenpersönlichkeiten einer breiten Öffentlichkeit bekanntmachen und dazu beitragen, dass Frauengeschichte und Frauenkultur einen in den kulturtouristischen Angeboten erhalten.
Buchhinweis:Tobias Henkel, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (Hg.): "Der unendliche Faden - Kloster St. Marienberg in Helmstedt", Appelhans Verlag 2011, 156 Seiten, 19 Euro.
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz




