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17.06.2013 Kategorie: Pressestelle

Geschichte gemeinsam beschrieben

Landesbischof Weber begrüßt neue lutherisch-katholische Studie zur Reformation

Hannover/Wolfenbüttel (epd). Landesbischof Friedrich Weber hat eine vom Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Einheitsrat vorgestellte Studie als wichtigen Schritt in die Zukunft bezeichnet. Es sei zu begrüßen, "dass die Geschichte der lutherischen Reformation erstmalig gemeinsam von Lutheranern und Katholiken beschrieben wird", erklärte er in Wolfenbüttel. Weber ist auch Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Das lutherisch-katholische Dokument zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 wurde am 17. Juni in Genf vorgestellt. Erstmals hätten lutherische und römisch-katholische Christen auf globaler Ebene "zusammen daran gearbeitet, die Geschichte der Reformation gemeinsam zu erzählen und so einen Beitrag zur Vertiefung der christlichen Einheit zu leisten", hieß es.

Die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsenen Beziehungen erlaubten es, das Vergangene nicht ausschließlich von den Abgrenzungen her zu beurteilen, sagte Weber. Wichtig sei aber auch, dass die anderen aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen in diesen Prozess eingebunden werden.

Der Ökumene-Experte räumte ein, dass sich die römisch-katholische Seite schwer tue, die Reformation zu feiern, weil sie "eben auch zur Spaltung der westlichen Christenheit führte". Vor diesem Hintergrund sei es zu begrüßen, dass das Dokument einen ökumenischen Zugang zum Reformationsjubiläum eröffne, der die "Sorgen unserer römisch-katholischen Geschwister ernst nimmt und uns zugleich gemeinsam die reformatorischen Errungenschaften in Dankbarkeit und Freude feiern lässt".

Zugleich erkenne die katholische Seite in dem Dokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft: Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017" aber an, dass lutherische Christen in 2017 nicht diese Kirchenspaltung feiern, "sondern sich von Herzen dankbar zeigen für alles, was Luther und die anderen Reformatoren ihnen eröffnet haben und dass sie die Gaben der Reformation auch mit andern teilen wollen".

Landesbischof Friedrich Weber. Foto: S. Hübner

Beitrag von Evangelischer Pressedienst